Was ist Thermografie eigentlich?
Die Technik dahinter einfach erklärtJedes Objekt, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, gibt Wärmestrahlung ab. Diese Strahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar. Eine spezielle Wärmebildkamera kann diese Infrarotstrahlung jedoch erfassen und in ein sichtbares Bild, ein sogenanntes Thermogramm, umwandeln.
Unterschiedliche Farben auf dem Bild repräsentieren dabei unterschiedliche Oberflächentemperaturen. Typischerweise deuten warme Farben (Rot, Orange, Gelb) auf höhere Temperaturen und somit auf potenzielle Wärmebrücken oder Dämmungslücken hin, während kalte Farben (Blau, Violett) gut isolierte Bereiche zeigen. So wird der Wärmeverlust Ihres Hauses visualisiert und greifbar gemacht.
Die Vorteile für Ihr Zuhause
Mehr als nur bunte BilderSchwachstellen gezielt aufdecken
Finden Sie präzise die undichten Stellen an Fenstern, Türen, Rollladenkästen und Wärmebrücken in der Fassade, die für hohe Heizkosten und unangenehme Zugluft verantwortlich sind.
Sanierungen clever planen
Anstatt teuer ins Blaue hinein zu sanieren, erhalten Sie eine fundierte Grundlage. Sie wissen genau, welche Maßnahmen (z.B. Fenstertausch, Dämmung) den größten Nutzen bringen und können Ihr Budget gezielt einsetzen.
Wohnkomfort spürbar steigern
Durch die Beseitigung von Kältezonen und Zugluft verbessern Sie Ihr Raumklima nachhaltig. Das Ergebnis ist ein behaglicheres und gesünderes Wohnumfeld für Sie und Ihre Familie.
Schimmelbildung vorbeugen
Kalte Stellen an den Wänden sind oft ein Nährboden für Feuchtigkeit und Schimmel. Die Thermografie hilft, diese risikoreichen Bereiche zu identifizieren, bevor ein sichtbarer Schaden entsteht.
Optimale Bedingungen für präzise Ergebnisse
Warum die Jahreszeit entscheidend istDie Qualität einer thermografischen Analyse hängt stark von den Wetterbedingungen ab. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, sind folgende Voraussetzungen ideal:
- Großer Temperaturunterschied: Die Differenz zwischen der Innen- und Außentemperatur sollte mindestens 10-12°C betragen. Daher führen wir Messungen primär in der kalten Jahreszeit (Oktober bis April) durch.
- Keine Sonneneinstrahlung: Direkte Sonne erwärmt die Fassade und verfälscht die Messergebnisse. Die Aufnahmen finden daher typischerweise in den frühen Morgenstunden oder nach Sonnenuntergang statt.
- Trockenes & windstilles Wetter: Regen, Nebel oder starker Wind kühlen die Fassade ungleichmäßig ab und können die Analyse beeinträchtigen.
Sollten die Bedingungen an einem vereinbarten Termin nicht passen, suchen wir selbstverständlich kostenfrei nach einem geeigneten Ausweichtermin.
Ihre Vorbereitung am Termintag
So helfen Sie mit, perfekte Aufnahmen zu erstellen- Heizen Sie gleichmäßig: Sorgen Sie dafür, dass alle Räume im Haus mindestens 12-24 Stunden vor dem Termin auf eine einheitliche Temperatur von ca. 21°C beheizt werden.
- Türen offen lassen: Halten Sie die Türen zwischen den beheizten Räumen für etwa 1-2 Stunden vor der Messung geöffnet, um einen Temperaturausgleich zu fördern.
- Fenster & Türen schließen: Alle Fenster und Außentüren müssen geschlossen sein, um Zugluft zu vermeiden und die Wärme im Haus zu halten.
- Rollläden & Vorhänge öffnen: Öffnen Sie alle Rollläden, Jalousien und Vorhänge vollständig. Nur so können die Fenster und die dahinterliegenden Bereiche korrekt von der Kamera erfasst werden.